2019 Zeichnungen & Gouachen

Ettlingen und das Albtal

Anfang 2017 zogen wir nach Ettlingen. Begeistert von der neuen Umgebung sammelte ich einige Motive. 2018 erfuhr ich von dem Plan einer Nordschwarzwaldausstellung. Im Januar 2019 begann ich mit Zeichnungen und Gouachen zu diesem Thema. 6 Bilder fanden schließlich Eingang in die Ausstellung. Hier zeige ich nun alle dafür angefertigten Arbeiten.

2018 erhielt ich eine Anfrage von Ruzica Zajec  zur Teilnahme an einem Buchprojekt unter dem Titel " Sternberger Picknick: künstlerisch empfohlen". Ich erklärte mich gerne dazu bereit, da ich dort mit meiner Frau sehr schöne Wanderungen unternommen hatte. Der folgende Text erschien zusammen mit einer Abbildung Ende 2019. Hier zeige ich nun alle dazu entstandenen Arbeiten. Einige Motive malte ich auch in Acryl und Öl (s.S. 2019-1 und 2).

Der Weg nach Ruchow

Ein strahlend schöner Wintersonntag im Februar 2015. Ein kurzes Stück Fahrt auf der B104 in Richtung Sternberg, bis nach Grünenhagen Ausbau. Dort befindet sich rechter Hand eine kleine Abstellmöglichkeit für Autos, wahrscheinlich für die Besucher des Hünengrabes ein paar hundert Meter nordöstlich im Wald.

Unser Ziel hingegen befindet auf der anderen Seite der Straße. Der Weg beginnt in einem kleinen Waldstück, das sich dann öffnet , den Blick freigibt über das schön geschwungene Hügelland von Tieplitz um sich dann in einer alten, von Findlingen gesäumten Lindenallee fortzusetzen.

Nach einer Weile verlassen wir den Weg nach Lenzen wo der Töpfer Jens Peter Planke sein Domizil hat. Sein Vater kaufte einst die Mühle zu der es uns heute zieht.

Wir wählen die rechte Abzweigung und halten direkt auf die Mühle und den Kirchturm zu. Am Ruchower See erhebt sich rechts der von großen efeuüberwucherten Bäumen umstandene Kirchhof. In seiner Mitte ragt der merkwürdig schmalspitze und schiefe, holzschindelgedeckte Glockenturm der uralten Feldsteinkirche auf. Generationen von Gutsbesitzern fochten um dessen Erhaltung mit ihren Nachbarn um die Finanzierung von Glocke und Turm. Auf dem Friedhof befindet sich u.a. das Grab von Ludwig Reinhard , der 1848 Mitglied der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche war.

Einige Schritte nördlich von dort kommen wir endlich zur schwarzen Mühle, einem Erdholländer von 1888. Einst hatte uns ein Freund diesen schönen Ort gezeigt. Von dort hat man einen grandiosen Blick über die ganze umliegende Landschaft mit ihren Weidenreihen und sanft gehügelten Feldern , Wäldern und dem von fernen Wolkengebirgen begrenzten, sagenhaft blauen Himmel.

Wäre dies ein guter Platz für ein Picknick ? Definitiv, aber nicht im Februar .

Wir beendeten unsere kleine Wanderung in dem wir den Stichweg nach Norden rechts der Mühle wählten. Dieser endet auf freiem Feld. Der Boden war jedoch gefroren und so nutzten wir ein paar Treckerspuren um dem im Feld gelegenen Soll ein Lebewohl zu sagen.

 

Arbeiten auf Papier

Die folgenden Bilder sind häufig Arbeiten zur Vorbereitung auf Ölbilder. Sie ermöglichen es dem Betrachter den Prozeß der Bildentstehung nachzuverfolgen.